Archiv für September 2013

50 Standorte, über 150 Künstler, 5000 Besucher

Die Nach(t) der Kunst beeindruckt in diesem Jahr bereits mit bloßen Zahlen. Doch der vergangene Abend hatte mehr zu bieten. Zahlreiche Fußgänger und Fahrradfahrer waren auf der Magistrale unterwegs und nutzten die Gelegenheit Ausstellungen, Lesungen und Konzerte zu erleben.
Bereits die Eröffnungsveranstaltung im Chausseehaus war gut besucht und bot Gelegenheit sich über die Programmpunkte zu informieren, die Stadtpflanzer näher kennen zu lernen und viele der Akteure aus der Georg-Schumann-Straße zu treffen.
Im Laufe des Abends füllte sich die Straße und die Besucher wanderten von Standort zu Standort. In Gohlis lud der Kunst-Flohmarkt zum Stöbern und Mitbasteln ein, das Ehepaar Doerffel stellte in der ehemaligen Druckeroase aus und las aus selbstgeschriebenen und -gestalteten Büchern vor. Auch ein Blick in die Nebenstraßen lohnte sich, denn wo stehen sonst Autos und Holzskulpturen nebeneinander und sorgen für interessante Kontraste. Horst Wittig stellte seine bearbeiteten Holzwurzeln im Autohaus Gerstmann in der Lützowstraße aus und im Skulpturengarten des Buddehauses waren Toni Reintelseders Steam-Punk-Kreationen zu sehen.
Ein Blickfang, im wahrsten Sinne des Wortes, war das ehemalige Clubheim Samuel Heinicke am Huygensplatz in Möckern:Philipp Kirschner gestaltete die Schaufenster mit Fotografien von Augenpaaren. Im Gebäude selbst, schuf der Fotograf in dem weitläufigen Gebäude intime Ecken und Winkel und erzählte mit seinen Bildern Leipziger Hinterhofgeschichten. Wer in Wahren anfing oder es bis dorthin schaffte, hatte Gelegenheit das Wahrener Rathaus zu besuchen und dort die Vulkanexplosionen Bernd Heynes zu erleben oder das Atelier von Steffen Fischer kennenzulernen.
Bei 50 Standorten und über 150 Beteiligten können nicht alle Höhepunkte genannt werden. Aber zum Glück gibt es ja nicht nur diesen Blog, sondern facebook, wo bereits einige Bilder zu sehen sind und andere Medien, die über die Nach(t) der Kunst berichten, wie die LVZ oder info -tv.

Das ehemalige Clubheim Samuel Heinicke

Bild:Philipp Kirschner

„One Night Park“ im Chausseehaus

Zur Nacht der Kunst präsentiert die Künstlerin und Dj Cornelia Friederike Müller aka CFM die Premiere ihrer Arbeit „One Night Park“. Kuratiert wird das Projekt von Stefan Kausch.
Los geht es um 20 Uhr im Chausseehaus, Delitzscher Straße 3. Die beiden Abgeordneten Daniela Kolbe, MdB und Holger Mann, MdL, SPD, die die Kunstperformance finanziell und organisatorisch unterstützen, werden anwesend sein. Für Getränke sorgt ein Barbetrieb, der gemeinsam mit den Stadtpflanzern organisiert wird.
Die Künstlerin thematisiert in ihrer Arbeit den städtischen Park als öffentlichen und sozialen Raum, wobei das globale Phänomen Park, visuell und akustisch neu zusammengesetzt wird.
Internationale Parks werden in ihrer Funktion als Orte des gemeinschaftlichen und geselligen Lebens betrachtet und bringen zudem die umkämpften Plätze um gesellschaftliche Emanzipation in Erinnerung, wie z.B. den Gezi-Park und Zuccotti-Park.
Die Sounds und Ansichten verschiedener Parks werden im One Night Park zusammengeführt und lassen für eine Nacht einen neuen temporären sozialen Raum im Leipziger Chauseehaus entstehen.

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BFW setzt sich farbenfroh in Szene

Am 14. September beteiligt sich das Berufsförderungswerk Leipzig zum inzwischen zweiten Mal an der Kulturnacht auf der Georg-Schumann-Straße. Zwei Ausstellungen und ein Lyrikpop-Konzert sorgen dann für Farbe und Abwechslung.

Mit der Beteiligung an der Nacht der Kunst möchte die Bildungseinrichtung verdeutlichen, dass sie nicht nur Anlieger, sondern auch für die Entwicklung der Straße aktiv ist. Gerade auf der großen Strecke der Magistrale zwischen Chausseehaus und der Gnadenkirche in der Rittergutsstraße dürften keine Kunstlöcher entstehen, so Geschäftsführer Alois Fischer. Die Menschen sollen den Ist-Zustand der Georg-Schumann-Straße wahrnehmen und das Engagement der Anwohner und Gewerbetreibenden für eine Neubelebung spüren. In diesem Kontext präsentiert sich auch das BFW in Nummer 148 mit Kunst und Musik.

Ab 18 Uhr zeigt der Leipziger Künstler Sven Arndt seine Werke. Mit farbenfrohen Landschaftsbildern beschreibt er Gegenden, in denen er als Maler und Grafiker gern unterwegs ist. Ergänzt wird seine Ausstellung durch Bilder der 26-jährigen Dana Jutzi, die zurzeit eine Ausbildung zur Mediengestalterin am BFW absolviert. Gegen 21 Uhr bespielt die Leipziger Lyrikpop-Band „Farbenspiel“ Gedichte von Rilke, Tucholsky und anderen mit Musik, bringt die Poesie der Worte in Töne und führt dadurch den Zuhörer in eine fantastische neue Welt.
(Auszug aus der Pressemitteilung des BFW)

Sven Arndt: Im alten Palmengarten
Sven Arndt Im alten Palmengarten

Das schönere Ende der Georg-Schumann-Straße

…liegt in Wahren. Ob das ein allgemeingültiges Urteil ist, sei dahin gestellt. Am 14.9.2013 zwischen 16 und 24 Uhr trifft es zu, denn Franziska Kilger hat zur Nach(t) der Kunst Pariser Schönheiten in den Friseursalon „Il stilistico“, GSS 332, eingeladen.
Die in Leipzig lebende Künstlerin stellt „Porträts im Pariser Chic“ aus, deren Eleganz durch die schlichte Farbgebung in schwarz-weiß unterstrichen wird. Franziska Kilger selbst schreibt auf ihrer Internetseite über ihre Malerei: „Momente, in denen die Seele aus den Augen eines Menschen spricht, möchte ich gern einfangen und in Bildern festhalten.“
Wer Angst hat, den schönsten Frauen bei der Nach(t) der Kunst müde gegenüber zu treten, dem sei ans Herz gelegt: Die Georg-Schumann-Straße beginnt auch in Wahren – nur eine Frage der Perspektive, nicht der Hausnummern – auch ein Besuch der NdK kann hier seinen Anfang nehmen.

Für Schaulustige – Vulkanausbruch in Wahren




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